Was ist ein PBN – Private Blog Network?
PBN ist die Abkürzung für Private Blog Network, zu Deutsch: Privates Blog Netzwerk. Das Ziel eines solchen Netzwerks besteht darin, das Ranking der eigenen Website/Domain in den Google Suchergebnissen zu verbessern. Ich möchte in diesem Artikel näher auf den Aufbau eines PBN eingehen und ausführlich (Schritt für Schritt) erläutern, worauf du achten solltest. In meinem PBN Tutorial kannst du dich über die wichtigsten Grundlagen informieren!

Wie kann ich mein eigenes PBN erstellen?
Ein privates Blog Netzwerk besteht aus einer entsprechenden Anzahl von Domains, welche „starke“ eingehende Links besitzen. Die Stärke bzw. Qualität eines Links definiert sich nach diesen Eigenschaften:
- Position des Links (Content, Sidebar, Footer?)
- die Anzahl der weiteren ausgehenden Links (max. 10) auf einer Seite
- der entsprechenden Website (Themenrelevanz, Trust?)
Mit dem SEO Tool Majestic SEO kannst du herausfinden, welche Links auf eine Domain verweisen. Zudem berechnet Majestic SEO für eine Domain – auf Basis aller eingehenden Links – zwei Metriken: den Trust Flow und den Citation Flow. Anhand dieser Metriken kannst du feststellen, wie stark eine Domain tatsächlich von den eingehenden Links bzw. Backlinks profitiert.
Was ist der Trust Flow? Diese Metrik definiert die Qualität der eingehenden Links. Der Wert sollte mind. 15+ betragen.
Was ist der Citation Flow? Diese Metrik definiert die Quantität der eingehenden Links. Der Wert sollte mind. 15+ betragen.
Beachte: Vor dem Kauf einer (Expired-) Domain solltest du dir immer selbst ein Bild über die Qualität der Backlinks machen. Warum? Die Metriken Trust Flow und Citation Flow können leider auch durch Spammer und Hacker verfälscht werden (z.B. durch das temporäre Platzieren eines Links). Um die gegenwärtigen Backlinks zu checken, empfehle ich dir ebenfalls das SEO Tool Majestic SEO.
Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen; konkret benötigst du aus meiner Sicht:
- 10 hochwertige Expired Domains (pro Domain 150 $ – 200 $/Einmalig)
- Webhosting für Webspace + Domain (Empfehlung: Exonhost.com, Hostabulous.com, Hostripples.com) (zw. 30 $ – 35 $/Jahr)
- Account bei Domcop.com (38 $/Monat – Kündigung jederzeit möglich)
- Account bei Majesticseo.com (54,99 €/Monat – Kündigung jederzeit möglich)
- Account bei GoDaddy.com (4,75 €/Jahr – Kündigung jederzeit möglich)
- wenig Erfahrung mit WordPress
Content Marketing Agentur
Step-by-Step Anleitung für ein PBN?
Erstelle auf domcop.com einen Account. DomCop ist eine Expired-Domain-Suchmaschine und hilft dir dabei, hochwertige (auslaufende) Domains zu finden. Ein ausführliches Tutorial zum Finden von Expired Domains auf DomCop findest du hier: Themenrelevante Expired Domains über DomCop finden! Die wichtigsten Metriken kurz und knapp:
- Maj TF (MajesticSEO Trust Flow): 15+
- Maj CF (MajesticSEO Citation Flow): 15+
- Moz DA (Moz Domain Authority): 25+
- Moz Dom (Anzahl der Backlinks/Verweisende Domains von Moz): 50+
- Maj Dom (Anzahl der Backlinks/Verweisende Domains von MajesticSEO): 50+
Zwar keine Metrik, aber ein weiteres wichtiges Indiz, ist der Gebotspreis. Dieser sollte bereits vor deinem ersten Gebot bei mind. 60 $ liegen. Somit kannst du sicher sein, dass die Domain weitere Interessenten hat und offensichtlich auch einen gewissen Marktwert besitzt.
Halte bei der Suche Ausschau nach Expired Domains, welche auf der Domainhandelsplattform GoDaddy angeboten werden. Achte auf dieses Symbol.
Checke die Backlinks und die Linktexte (Anchor Tags) einer bevorzugten Expired Domain mit MajesticSEO.
Linktexte bzw. Ankertexte
Achte darauf, dass das Linkprofil (unter dem Menüpunkt „Ankertext“) grösstenteils aus der URL und dem Eigennamen besteht. Dies würde definitiv für ein natürliches Linkprofil sprechen.
Backlinks
MajesticSEO überprüft auch die Anzahl der verweisenden IPs. Achte darauf, dass die Anzahl in etwa der Angabe „Verweisende Domains“ (50+) entspricht. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Backlinks auf unterschiedlichen IPs/Servern aufgebaut worden und faktisch unabhängig voneinander sind. Des Weiteren solltest du auch einen Blick auf die Angabe Topical Trust Flow werfen. Der Topical Trust Flow stellt die Themenergebnisse bzw. Nischen der gefundenen Backlinks dar (z.B. Reference/Education, Computers/Programming/Languages, Shopping/Niche etc., pp.). Anhand der Domain example.com (zur MajesticSEO Analyse) kannst du dir einen Überblick verschaffen.
Erstelle einen Account auf godaddy.com. Auf GoDaddy werden die Auktionen für die Expired Domains durchgeführt.
Nachdem du eine geeignete Domain gefunden hast und die Auktion erfolgreich auf GoDaddy zu deinen Gunsten beendet wurde, führe die Zahlung (z.B. via Paypal) durch. Die Zahlungsdetails entnimmst du der Mail über das erfolgreiche Gebot. Nun musst du max. 14 Tage warten, bis die Domain von dem gegenwärtigen Hosting-Anbieter (vom vorherigen Domaininhaber) zu GoDaddy übertragen wird. Dieser Vorgang wird automatisch durch GoDaddy ausgeführt, sobald die Zahlung abgeschlossen ist.
Nachdem die Domain zu GoDaddy übertragen wurde (du wirst per E-Mail darüber informiert), füllst du das Formular 60 Day Lock Removal Request aus und schickst dieses an review60@godaddy.com. Somit wird die reguläre 60-tägige Domain-Sperrfrist aufgehoben und die Domain wird entsperrt. Mit dem angeforderten AuthCode kannst du nun deine Domain auf einen Hosting-Anbieter deiner Wahl transferieren.einen Hosting-Anbieter Ihrer Wahl transferieren.
Nutze für das Hosting einer Domain am besten einen kostengünstigen Webhosting Dienst aus Indien, Bangladesch oder Ägypten. Ich habe mit diesen vier Hosting-Anbietern in den letzten 2 Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht: exonhost.com, hostabulous.com, hostripples.com und ethernetservers.com.
Sobald du dich für einen Host entschieden hast, führe den entsprechenden Registrierungsvorgang bei diesem durch. Teile hierfür dem Host den AuthCode, welchen du von GoDaddy erhalten hast, mit. Die Domainübertragung wird nun durchgeführt und dauert ca. 7 Tage. Anfallende Kosten: Die Kosten für das Hosting Paket betragen beispielsweise bei Exonhost.com für ein Jahr $21.95 USD. Zusätzlich erhebt Exonhost auch eine Domain Gebühr in Höhe von $11.20 USD. In dem Preis ist auch ein Whois-Protect Service inbegriffen. Durch den Whois-Protect Service werden die Domaininhaberdaten nicht veröffentlicht.
Sobald der Domaintransfer abgeschlossen ist, musst du in der Regel die Nameserver im entsprechenden Control Panel aktualisieren. Die Nameserver werden dir via E-Mail im Zuge der Bestellung mitgeteilt.
Fertig!
WordPress für ein PBN installieren und konfigurieren
WordPress eignet sich hervorragend für das Erstellen eines Blogs, denn dieses CMS ist sehr benutzerfreundlich und auch für Anfänger leicht zu bedienen. Bei den Hosting-Anbietern Exonhost.com, Hostabulous.com und Hostripples.com kannst du WordPress per 1-Klick-Installation schnell und einfach installieren. Mehr dazu in der nachfolgenden Anleitung!
- Melde dich im CPanel (https://www.deinedomain.com/cpanel) an und installiere WordPress über das Tool Softcalious. Dieses Tool ermöglicht eine schnelle 1-Klick Installation von WordPress und vielen anderen Content Management Systemen. Achte darauf, dass WordPress im Hauptverzeichnis (https://www.deinedomain.com/) installiert wird.
- Melde dich nun in WordPress mit den zuvor festgelegten Zugangsdaten an. (https://www.ihredomain.com/wp-admin/)
- Installiere die Plugins 404 to start und Yoast SEO. Nutze hierfür die interne WordPress Plugin-Suche.
- Installiere ein Theme oder nutze das Standard Theme.
- Klicke auf Einstellungen -> Permalinks -> Beitragsname (www.deinedomain.com/beispielbeitrag/) Die Überschriften der Blogposts werden nun als suchmaschinenfreundliche Canonical URLs dargestellt.
- Gib dem Blog unter Einstellungen -> Allgemein einen thematisch passenden Namen. Somit kann bereits über den Title-Tag eine Themenrelevanz zu deinem Projekt bzw. deiner Nische hergestellt werden. Im Titel sollte immer auch die URL der Expired Domain („deinedomain.com“) genannt werden. Somit kann – zumindest teilweise – ein Zusammenhang zu den bestehenden Backlinks bzw. dessen Anchor Tags hergestellt werden.
- Verfasse einen Blogpost (Beiträge -> Erstellen) mit einer themenrelevanten Überschrift zu deinem Projekt. In dem Artikel solltest du ausführlich auf deine Website eingehen und auch entsprechende Keywords (+ Synonyme) nutzen.
- Klicke auf Seiten -> Alle Seiten und lösche die Seite „Beispiel-Seite“. Erstelle anschliessend die Seiten „Datenschutz“ und „Impressum“. Der Inhalt dieser Seiten sollte klar sein. ? Allerdings ein Wort zum Impressum: Im Impressum der jeweiligen Domain sollte die Anschrift eines Freundes oder eines Bekannten hinterlegt sein (diesen solltest du natürlich zuvor um Erlaubnis fragen). Um nicht in die „Google Falle“ zu tappen, sollten auf jeder Domain unterschiedliche Impressumsdaten hinterlegt werden. Somit kann Google nicht erkennen, dass die entsprechenden Domains dir gehören und diese in ihrer Gesamtheit ein PBN darstellen. Zudem unterstreicht das Impressum immer auch die Seriosität einer Domain bzw. eines Blogs.
Strategischer Linkaufbau und Google-Regeln
Natürlich kann darüber gestritten werden, ob ein privates Blog Netzwerk (PBN) gegen die Google-Richtlinien verstösst. Allerdings sollte dann auch der Frage des aktiven Linkaufbaus nachgegangen werden. Denn: grundsätzlich verstossen Websitebetreiber bereits gegen die Richtlinien, sobald sie aktiv am Linkaufbau – in welcher Form auch immer – mitwirken. Und dabei spielt es keine Rolle, ob ein Link in einem Forum platziert wird oder auf einem Blog. Am Ende muss sich also jeder die Frage stellen: Wo fängt Black Hat SEO an und wo hört Black Hat SEO auf?
Da Google den aktiven Linkaufbau nicht toleriert, solltest du die nachfolgenden Tipps unbedingt berücksichtigen! Abstrafungen (Penalties) durch Google sind somit zu 99,9% ausgeschlossen.
- Jede Domain sollte unter einer einzigartigen IP erreichbar sein. Du solltest also entweder verschiedene Hosting-Anbieter nutzen oder dich vorab darüber informieren, ob verschiedene Class-C IP Adressen zur Verfügung stehen (Tipp: Exonhost.com).
- Jede Domain sollte einzigartigen Content/Text aufweisen.
- Jede Domain sollte ein individuelles Theme / Design / Layout nutzen.
- Die alten Seiten (bzw. nun nicht mehr vorhandenen Seiten) einer Domain müssen korrekt via 301 Redirect Code auf die Startseite weitergeleitet werden (siehe Plugin „404 to start“).
Verlinke deine Domains niemals untereinander!
Innerhalb der Blogposts sollten die Linktexte (Anchor Tags) die wichtigsten Keywords zu deinem Webprojekt beinhalten. Allerdings sollten die Linktexte aus ganzen Wortgruppen bestehen. Auf die reine Verlinkung von Moneykeywords sollte verzichtet werden, da diese Linktexte unnatürlich wirken und durch Google u.U. entwertet werden (Stichwort „Penguin Updates“). Nutze als Linktexte ab und zu auch die URL, denn auch diese Verlinkung wirkt natürlich.
Verfasse ausführliche Artikel über deine Seite und achte unbedingt auf Unique Content (einzigartiger und hochwertiger Text!). Schliesslich sollte der Blog von einer echten Webseite nicht zu unterscheiden sein.
Erstelle im Administrationsbereich von WordPress die Seiten „Impressum“ und „Datenschutz“. In den Impressen der jeweiligen Domains gibst du bitte jeweils unterschiedliche Adressen von real existierenden Personen an (natürlich solltest du die Personen kennen und zuvor um Erlaubnis fragen). Somit wird die Seriosität und Professionalität eines Blogs / einer Domain unterstrichen! Die Seiten Impressum und Datenschutz können natürlich auch via Meta-Robots Angabe „noindex“ (<meta name=“robots“ content=“noindex“ />) von der Indexierung ausgeschlossen werden. Somit ist die im Impressum hinterlegte Adresse nicht über die Google Suche auffindbar.
Um die Domaininhaber-Daten nicht der Öffentlichkeit (z.B. über publicdomainregistry.com) preiszugeben, solltest du einen Whois-Protect Service in Anspruch nehmen. Somit kannst du nicht mehr als Inhaber einer Domain identifiziert werden (auch nicht für Google). Dieser Dienst wird bei den Hosting-Anbietern Exonhost.com, Hostabulous.com, Hostripples.com und Ethernetservers.com kostenlos angeboten.