Worin unterscheidet sich das Online Marketing in der Schweiz von anderen Ländern?
Kurze Antwort auf diese Frage: eigentlich gar nicht. Denn in der Schweiz werden dieselben Online-Marketing Strategien und Massnahmen gefahren wie beispielsweise in Deutschland oder den USA. In allen Märken wird mit Google Ads, SEO, Influencer Marketing, E-Mail-Marketing, Newsletter-Marketing und multimedialem Content um User und Käufer geworben.
Je nach Zielpublikum funktioniert dies mehr oder weniger effektiv, wie nachfolgend ein Blick auf die Vorlieben der Verbraucher in den verschiedenen Ländern zeigen wird.
Cost per Click als Indikator für Unterschiede

Ein aktueller Ländervergleich des Faktors „Cost per Click“ (CPC) zeigt, wo die Unterschiede beim Online-Marketing der verschiedenen Nationen liegen. Wie nicht anders zu erwarten, liegen die Kosten pro Klick auf eine Werbeanzeige im Digitalen Vorreiter-Land USA am höchsten: Mit durchschnittlich 1,19 $ müssen Firmen hier rechnen, wenn sie Werbeanzeigen nach diesem System schalten.
Doch überraschend ist der zweite Platz in dieser Rangliste: Die Schweiz liegt mit durchschnittlichen CPC-Kosten von 0,92 $ nur ein kleines Stück hinter dem Klassenprimus. Deutschland kommt in dieser Auflistung erst an fünfter Stelle, mit 0,63 $ pro Klick.
Die Erklärung dahinter: Je wertvoller solch ein Klick, desto höher der Preis dafür. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass aus einen Klick auf eine Werbung in den USA offenbar deutlich häufiger ein Kaufabschluss wird, als dies in Deutschland der Fall ist. Unter dieser Betrachtungsweise haben auch Anzeigen in der Schweiz eine hohe Konversationsrate.
Unterschiedliche Vorlieben der Verbraucher in der Schweiz und anderswo
Eine aktuelle Umfrage zur Nutzung der verschiedenen Medien zeigt, dass sich die Vorlieben in diesem Bereich von Land zu Land unterscheiden. Während in Deutschland z. B. 80 % der Befragten angaben, mehrmals wöchentlich auf Werbung in Websites und Portalen zu reagieren, sind es in der Schweiz nur 72 %. Youtube-Werbung wirkt bei den Schweizern nur zu 61 %, während es in Deutschland 76 % sind.
Ähnlich signifikant sind die Unterschiede bei den Sozialen Medien: In Deutschland gaben 74 % an, die Werbung dort häufig wahrzunehmen, während es unter den Schweizer Befragten nur 65 % waren. Dafür achten rund 71 % der Schweizer bewusst auf Plakatwerbung, wohingegen dies nur 63 % der Deutschen tun.
Ist die Schweiz digitales Schlusslicht?
Aus den oben genannten Studienergebnissen zu folgern, dass die Schweiz das Schlusslicht beim digitalen Marketing ist, greift jedoch zu kurz. Denn zum einen richten sich viele Schweizer Unternehmen mit ihrem Marketing an ein internationales Publikum und nicht ausschliesslich an Schweizer Kundschaft. Und zum anderen ist davon auszugehen, dass auch unter Schweizer Verbrauchern die Bedeutung von Online Werbung und Marketing weiter zunehmen werden.
Entsprechend sich Unternehmen und Anbieter aus der Schweiz gut beraten, sich schon jetzt mit umfangreichen Massnahmen im Online-Bereich zukunftssicher aufzustellen. Als erfahrene Online Marketing Agentur und Spezialist für Web Development steht Ihnen ONELINE dabei jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Welches sind die wichtigsten Trends im Online Marketing?
Auch Schweizer Unternehmen tun also gut daran, sich an den aktuellen internationalen Trends im digitalen Marketing zu orientieren, um ihre Kampagnen zu planen.
Marketingexperten haben aktuell die folgenden Trends als wichtigste Massnahmen im digitalen Marketing identifiziert
- SEO
- Social Media Marketing
- Mehrwert
- Video-Content
- Google Ads
- Chatbots / Automatisierungen
- Lokale Ausrichtung
Suchmaschinenoptimierung

Die professionelle Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, ist auch aktuell einer der wichtigsten Marketing-Trends. Dabei geht es darum, dass das eigene Unternehmen in den Suchergebnissen von Usern zu bestimmten Keywords möglichst weit oben im Ranking zu sehen ist.
Notwendig sind dafür überzeugende, einzigartige Inhalte, eine tragfähige Backlink-Strategie, sinnvolle interne Verlinkungen, ein passendes Keyword-Konzept und ein gut strukturierter Seitenaufbau. Mit SEO-Massnahmen konkurrieren Firmen und Anbieter aus der ganzen Welt um Verbraucher auf allen Kontinenten.
Social Media Marketing
Werbung und Marketing über Soziale Netzwerke erfreut sich auch weiterhin wachsender Bedeutung. Einen besonderen Part spielt in diesem Zusammenhang das Influencer Marketing. Übergreifend in allen Märkten, ob Schweiz, Deutschland oder USA, werden Influencer in Kanälen wie Instagram oder TikTok immer wichtiger für das Online Marketing.
Wichtig dabei: Verkaufen sollte nicht an erster Stelle stehen – sondern das Aufbauen von Reichweite.
Mehrwert bieten
Wichtiger denn je ist es heute, mit den eigenen Inhalten Mehrwerte für die User und Verbraucher zu bieten. Denn diesen stehen im Grunde unendlich viele Quellen im Netz zur Verfügung – und nur mit hoher inhaltlicher Qualität kann man dafür sorgen, dass die Suchenden auf der eigenen Website landen.
Mehrwert lässt sich unter anderem bieten, indem man Ratgeber-Themen anbietet, Tipps und Hintergrundwissen vermittelt sowie häufig gestellte Fragen zu einem Thema auf kompakte Weise beantwortet. Sehr beliebt sind auch sogenannte Tutorials – und da kommen wir zum nächsten Trend: der wachsenden Bedeutung von Video-Content.
Video-Content
Videos haben als Format extrem an Bedeutung gewonnen. Viele User sind inzwischen eher bereit, sich ein kurzes Video zu einem Thema anzusehen, als einen umfangreichen Text dazu zu lesen. Gleichzeitig wird die Videoproduktion dank moderner Geräte immer einfacher und komfortabler.
Um als Unternehmen bei den Internetnutzern mit Videoformaten zu punkten, gibt es mehrere Strategien: So sind z. B. Tutorials sehr beliebt – Videos, in denen die Zuschauer zu einem Thema gewissermassen an die Hand genommen werden. Dort wird auf gut aufbereitete Weise Fachwissen vermittelt und es werden praktische Ratschläge integriert.
Ebenfalls eine gängige Strategie sind virale Videos: Werbe- und Marketingvideos mit einem derart massentauglichen Inhalt, dass diese sich ohne grossen Aufwand von selbst verbreiten. Solche viralen Videos sind in der Regel inhaltlich überraschend, witzig und kurz.
Selbst kompakte Themen kann man in einem Video gut verpacken, zum Beispiel in Form von Interviews oder animierten Erklär-Videos. Je nach Unternehmen und inhaltlicher Ausrichtung eignen sich die verschiedenen Content-Strategien im Video-Bereich unterschiedlich gut für die eigene Online-Strategie.
Chatbots / Automatisierungen
Ein wichtiger Trend im Digital-Marketing ist der Einsatz von Automatisierungen im Kundenservice. Dazu zählen z. B. Chatbots: Sie sind die erste Anlaufstelle für Kundenanfragen und -wünsche.
Lokale Ausrichtung
Um angesichts der enorm grossen internationalen Konkurrenz in nahezu jedem Themen- und Produktbereich eine eigene Nische zu erobern, empfiehlt sich eine lokale Herangehensweise: Auch wenn das Internet theoretisch jeden Inhalt bis in den letzten Winkel der Welt trägt, sind die meisten Unternehmen ganz praktisch nur an ihren lokalen Zielgruppen interessiert. Daher lohnt es sich, die Webseite inhaltlich und SEO-technisch auf diese Zielgruppen auszurichten.
Weitere latente Trends im Online Marketing
Neben den genannten Trends sind natürlich auch weiterhin bekannte Massnahmen wie Newsletter Marketing, E-Mail-Kampagnen, Google Ad Kampagnen und Werbeanzeigen in Social Media Kanälen sinnvoll. All diese Massnahmen werden von Firmen und Projekten auf der ganzen Welt genutzt – da unterscheidet sich das Schweizer Online-Marketing kaum von den Strategien, mit denen in den USA um Käufer geworben wird oder in Deutschland Interessenten angesprochen werden sollen.
