Welches Ziel verfolgen Cyberkriminelle mit Hackerangriffen?
Eines haben (fast) alle Webseiten gemeinsam: Sie tauschen Daten mit den Besuchern aus. Diese sind für Cyberkriminelle äusserst wertvoll. Sie können die Informationen teuer weiterverkaufen und/oder selbst für Phishing-Versuche und andere illegale Aktivitäten nutzen.
Was viele nicht wissen: Nicht hinter jedem Hackerangriff steckt eine reale Person, die in Echtzeit agiert. Heutzutage erledigen meist Bots die Aufgabe. Sie arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit, von überall aus in der Welt. Entsprechend hoch ist die Anzahl an versuchten Angriffen pro Webseite.
Hinter Hackerangriffen stecken oft die folgenden Ziele:
- Kreditkartendaten und andere Zahlungsinformationen der Nutzer abfangen
- persönliche Daten wie Adressen, Namen und E-Mail-Adressen sammeln
- Ransomware oder Malware auf der Webseite installieren
- Zugriff zum Server erhalten, um ihn für illegale Zwecke zu nutzen
Um die Daten der Nutzer und die eigenen Informationen vor illegalen Zugriffen zu bewahren, sollten Webseitenbetreibende frühzeitig Schutzmassnahmen ergreifen. Eine erfahrene Online Marketing Agentur wie ONELINE kann bei der Auswahl und Einrichtung helfen.
6 Tipps für effektiven Schutz vor Hackerangriffen im Online Marketing
Eine Einzelperson mit Hoodie auf dem Kopf, die in einem dunklen Raum vor dem Bildschirm sitzt? So arbeiten Cyberkriminelle schon lange nicht mehr. Hacker haben sich den Zeiten angepasst und begegnen der zunehmenden Anzahl an Webseiten mit leistungsstarken Bots. Diese erkennen Sicherheitslücken mühelos und sind in der Lage, sie vollkommen automatisiert als Angriffspunkt zu nutzen.
Die folgenden Tipps tragen zum besseren Schutz einer Internetseite gegen Cyberkriminalität bei. Sie sind für jede Art von Webseite anwendbar – ob Blog, Onlineshop oder Community-Portal.
1. Installation von schützenden Plugins
Die steigende Anzahl an Hackerangriffen hat einen Vorteil – das Angebot an schützender Software nimmt stetig zu. Mittlerweile gibt es zahlreiche Plugins, die zur Sicherheit einer Webseite beitragen.
Basiert die Seite auf einem Content-Management-System (CMS) wie WordPress, ist das Angebot an Sicherheitstools besonders gross. Hier sind einige Beispiele:
- Wordfence Security
- Sucuri Security
- iThemes Security
2. Regelmässige Sicherheitsupdates des CMS, der Plugins und des Themes
Veraltete Software ist ein Segen für Hacker. Sie bietet viele Schlupflöcher, durch die Cyberkriminelle schädliche Programme einschleusen können. Regelmässige Updates sind somit unerlässlich für eine gut geschützte Webseite.
Entscheidend ist, alle Bereiche der Seite in angemessenen Abständen zu aktualisieren. Hierzu zählt neben den installierten Tools auch das CMS als Ganzes sowie das Theme. So bleibt der Schutz der Webseite trotz immer ausgeklügelteren Hackingversuchen hoch.
Wichtig: Es ist sinnvoll, ungenutzte Plugins und Themes zu löschen. Sie können ein zusätzliches Sicherheitsrisiko für die Webseite darstellen.
3. Secure Sockets Layer (SSL) auf der Webseite anwenden
Ein zuverlässiges Sicherheitsprotokoll ist für Onlineshops unverzichtbar, da hier Adressen, Zahlungsinformationen und andere sensible Informationen ausgetauscht werden. Die sogenannte Secure Sockets Layer gewährleistet eine sichere Datenübertragung.
SSL verschlüsselt Passwörter und andere Informationen, die ein Besucher auf der Webseite eingibt. Vielen Internetnutzern ist dies mittlerweile bekannt. Eine gute Verschlüsselung schützt somit nicht nur gegen Hackerangriffe, sondern dient auch als vertrauensbildende Massnahme gegenüber den (potenziellen) Kunden.
4. Ein starkes Passwort für den Login festlegen
Es sind nicht immer Dritte, auf die ein Hackerangriff abzielt. Auch die Daten von Webseitenbetreibern können in das Visier von Cyberkriminellen geraten. Vor allem die Login-Daten für das Administratoren-Dashboard sind für Hacker interessant.
Das Passwort für die eigene Webseite sollte lang sein und aus Zahlen, Buchstaben sowie zulässigen Sonderzeichen bestehen. Ist es schwer zu knacken, lassen Hacker – beziehungsweise deren Bots – oft von weiteren Versuchen ab.
5. Backups zur Datensicherung durchführen
Bei Webseiten mit viel Content ist ein Hackerangriff problematisch. Die geknackte Seite kann aus Sicherheitsgründen auch nach der Bereinigung nicht mehr online gehen. Gut beraten ist, wer in diesem Fall eine ältere Version der Seite wiederherstellen kann.
Bei einem Hackerangriff schützen Backups vor Datenverlust. In welchem Umfang und in welchen Abständen die Sicherungskopien zu erstellen sind, hängt von der Webseite ab. Eine professionelle Online Marketing Agentur kann hierzu eine individuelle Empfehlung geben.
6. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
Ein starkes Passwort allein reicht oft nicht aus, um sich gegen Hackerangriffe zu schützen. Eine zusätzliche Schutzmaßnahme ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), die verhindert, dass unbefugte Personen Zugriff auf das Admin-Dashboard oder andere sicherheitsrelevante Bereiche der Webseite erhalten.
Bei der 2FA wird neben dem Passwort ein zweiter Sicherheitsfaktor benötigt – oft ein einmaliger Code, der per SMS, E-Mail oder über eine Authenticator-App wie Google Authenticator oder Authy generiert wird. Selbst wenn Angreifer das Passwort herausfinden, können sie sich ohne den zweiten Faktor nicht anmelden.
Diese Methode bietet einen effektiven Schutz gegen Phishing, Brute-Force-Angriffe und Datenlecks. Webseitenbetreiber sollten nach Möglichkeit 2FA für alle Administrator- und Benutzerkonten aktivieren, um die Sicherheit ihrer Seite weiter zu erhöhen.
So sollten Webseitenbetreiber auf einen Hackerangriff reagieren
Die vorgenannten Tipps bieten einen hohen Schutz gegen den ungewollten Seitenzugriff durch Hacker. Doch selbst das beste Sicherheitskonzept ist nicht unfehlbar, denn Cyberkriminelle entwickeln ihre Methoden kontinuierlich weiter.
Wurde die Webseite gehackt, ist schnelles Handeln gefragt. Grundsätzlich besteht der Aktionsplan aus drei Schritten: Seite deaktivieren, Webhost informieren, Sicherheitslücke finden und schliessen.
Die Schwachstelle zu identifizieren und zu beheben, ist mit speziellen Tools und/oder professioneller Hilfe möglich. Je nach Art der Sicherheitslücke ist es sinnvoll, die Schutzmassnahmen für die Webseite fortan zu erweitern.
Webseite vor Hackern schützen – wie eine Online Marketing Agentur helfen kann
Ein Hackerangriff auf die eigene Webseite ist mehr als ein Ärgernis. Greifen Cyberkriminelle oder deren Bots auf Nutzerdaten zu, ist dies insbesondere bei Onlineshops und anderen Internetseiten mit Zahlfunktion gefährlich.
Im schlimmsten Fall verlieren die Besucher das Vertrauen in die Webseite und bleiben auch nach Behebung des Problems fern. Umso wichtiger ist es, von Beginn an effektive Schutzmassnahmen gegen Hacker umzusetzen.
Bei der Gestaltung eines wirkungsvollen Sicherheitskonzepts kann ONELINE eine hilfreiche Unterstützung sein. Als professionelle Online Marketing Agentur übernimmt sie die Auswahl, Einrichtung und Aktualisierung von leistungsstarken Sicherheitstools für die Webseiten interessierter Partner.